Yogaladen in der Corona-Pandemie

Liebe Teilnehmer im Yogaladen,

Corona ist in aller Munde. Was sollen wir tun? Wir sollten gut für unsere Gesundheit sorgen und unser Immunsystem stärken. Yoga unterstützt beides, allerdings sind sind im Moment kurzfristige Maßnahmen gefragt. Stress vermeiden, ausreichend Bewegen, gesund essen, genug schlafen, frische Luft, genug Vitamine, Gifte vermeiden (Alkohol, Rauchen, …) usw. Positive Gedanken und Gefühle haben ebenfalls kurzfristige positive Wirkungen auf unser Immunsystem. Liebe Menschen zu sehen ist gesund (solange niemand infektiös ist). Viele Wochen in sozialer Isolation sind sicher ungesund. Unverbindliche Kontakte mit fremden Menschen bringen wenig und erhöhen das Infektionsrisiko. Außerdem gilt es auch solidarisch mit Risikogruppen zu handeln.

Unser Vorschlag: mache mehr Yoga zuhause und sorge gut für dich. Im Internet gibt es viele gute Youtube-Anleitungen. Lasse dich nicht von allgemeiner Panik (Überreaktion) anstecken. Bleibe gelassen und reagiere überlegt. Wir bieten so lange wie möglich weiter Yoga an.

Die Empfehlung, zuhause zu bleiben, ist nachvollziehbar und vernünftig. Aber auch soziale Isolation ist auf längere Sicht gefährlich. Nach einigen Wochen werden sich evtl. Paare die Köpfe einschlagen, Kinder in ihrer Entwicklung gestört und Jugendliche werden die öffentlich Ordnung als feindlich erleben. Auf der anderen Seite können sich in dieser „Pause“ auch Paare in Liebe und mit Zeit begegnen, ihren Kindern Zeit und Aufmerksamkeit zukommen lassen und Jugendliche können mutig helfen, weil sie wenig von der Krankheit zu befürchten haben. Pflege deine sozialen Kontakte und berücksichtige, das viele gerade gestresst sind.

Die “Krankheits-Welle” kommt auf Sachsen und Leipzig noch zu und wann ihr Höhepunkt überschritten ist, können wir noch nicht abschätzen. Auf jeden Fall geht es über Monate, in denen eine gewisse kritische “Kernzeit” evtl. drastischen Maßnahmen notwendig macht.

Als Yogis sollten wir Gelassenheit und Zuversicht verbreiten, und diszipliniert sinnvolle Maßnahmen unterstützen bzw. selbst umsetzen.

Schau, wo es Hilfe braucht. Nutze die Krise zur Besinnung auf wichtige Fragen des Lebens. Wir Menschen sind soziale Wesen. Eine Aufgabe ist Mitgefühl zu erweitern, was auch Rücksichtnahme und Verzicht bedeuten kann und Solidarität braucht. Als Veranstalter kommen auch ökonomisch schwere Zeiten auf uns zu.

Bitte nicht gleich eure Daueraufträge stoppen. Wenn du aus allgemeiner Rücksicht auf Corona oder zur Vermeidung persönlicher Risiken deine Yogastunden absagen möchtest bzw. für die Zeit, in der wir gezwungen sind zu schließen, würden wir die 10er-Karten verlängern und bei Bedarf die Hälfte bis zwei Drittel der Dauerauftragszahlungen zurück geben. Auf dieser Basis können wir und ihr erstmal weiter planen.

Risiko?
In Sachsen sind (Stand 16.3.) 140 laborbestätigte Fälle bekannt. Unter der Annahme, das nur ein kleinerer Teil der Fälle diagnostiziert/registriert werden, und dass Infizierte möglicherweise 4 bis 5 weitere Angesteckt haben, ist das statistische Infektionsrisiko für Sachsen immer noch sehr gering. Das ändert sich dramatisch, wenn in der Stadt z.B. hundert Personen erkrankt sind.